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Transparenzregister 2027: Was Fahrschüler und Fahrschulen wissen müssen

Ab 2027 sollen Fahrschulen ihre Preise zentral melden. Das macht den Preisvergleich einfacher und bringt neue Pflichten. Hier steht, was geplant ist.
20.05.2026
Kabinettsbeschluss
Entwurf zur Änderung des Fahrlehrergesetzes
01.07.2027
Register (geplant)
Zentrale Preismeldung startet
01.10.2027
Erste Meldefrist (geplant)
Bußgeld bis 100.000 Euro möglich
Euro Geldscheine

Was ist das Transparenzregister für Fahrschulen?

Das Bundeskabinett hat am 20. Mai 2026 einen Entwurf zur Änderung des Fahrlehrergesetzes beschlossen. Kern ist eine einheitliche, elektronische Preismeldung. Sie soll den bisherigen Preisaushang in den Räumen der Fahrschule ersetzen. Die Preise stehen dann nicht mehr nur im Schaufenster oder im Büro, sondern in einem zentralen Datenbestand, den auch Vergleichsportale nutzen dürfen.

Zusätzlich sollen die Prüfstellen künftig Bestehensquoten je Fahrschule melden, getrennt nach Erst- und Wiederholungsprüfung. So ließe sich neben dem Preis auch der Ausbildungserfolg besser einschätzen.

Ab wann gilt die Meldepflicht?

Das Gesetz ist nach aktuellem Stand noch nicht in Kraft. Bundestag und Bundesrat müssen zustimmen. Branchenseiten nennen als Ziel den 1. Juli 2027 für das Transparenzregister und den 1. Oktober 2027 als Frist für die erste Meldung bestehender Fahrschulen. Andere Quellen sprechen von einem Start frühestens Anfang 2027. Termine und Details können sich noch ändern.

Welche Preise müssen Fahrschulen melden?

Vorgesehen ist ein einheitlicher Katalog je Führerscheinklasse. Dazu zählen typischerweise:

  • Grundbetrag
  • Preis einer Übungsstunde (je nach Fahrzeug, zum Beispiel Schaltwagen oder Automatik)
  • Sonderfahrten: Überland, Autobahn und Nacht
  • Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung
  • Lehr- und Lernmaterial

Eine Gesamtsumme für den Führerschein oder eine feste Stundenzahl gehört zunächst nicht zur Meldung. Wie teuer der Führerschein am Ende wird, hängt weiterhin davon ab, wie viele Fahrstunden jemand braucht.

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Straße und Verkehr

Was bedeutet das für Fahrschüler?

  • Vergleichbare Preise: Alle Fahrschulen nennen dieselben Preisbestandteile im selben Format.
  • Weniger Anrufe: Grundbetrag, Fahrstunde und Sonderfahrten lassen sich online nebeneinander legen.
  • Bessere Entscheidung: Mit Bestehensquoten bekommen Sie einen zweiten Anhaltspunkt neben dem Preis.
  • Vorsicht bei Lockangeboten: Ein günstiger Grundbetrag sagt wenig, wenn Fahrstunden und Sonderfahrten teuer sind.

Rechnen Sie deshalb immer mit dem Gesamtpreis. Auf unserer Seite finden Sie dafür das Fahrschul Verzeichnis mit Preisvergleich. Wie sich die Kosten zusammensetzen, erklärt unser Beitrag Was kostet ein Führerschein in Deutschland?

Was bedeutet das für Fahrschulen?

Fahrschulen sollten ihre Preise schon jetzt sauber strukturieren, am besten je Klasse und Fahrzeugtyp. Wer seine Preise regelmäßig prüft und aktuell hält, ist vorbereitet, wenn das Format und der Meldeweg feststehen. Nach Angaben von Branchenseiten sind bei Verstößen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro vorgesehen. Dieser Punkt ist noch nicht endgültig.

Ein weiterer Punkt: Die Preiswerbung bleibt geregelt. Wer außerhalb der Geschäftsräume mit Preisen wirbt, etwa online, muss die vorgeschriebenen Preisbestandteile vollständig nennen. Die Wettbewerbszentrale hat sich dafür eingesetzt, dass diese Regel erhalten bleibt, und der Kabinettsentwurf greift das auf.

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Häufige Fragen

Ersetzt das Register den Preisaushang?

Ja, das ist der Plan. Statt eines Aushangs in der Fahrschule kommt eine elektronische Meldung.

Sehen Fahrschüler die Preise dann an einer Stelle?

Vergleichsportale dürfen die Registerdaten nutzen und für Verbraucher aufbereiten. Ein einziges amtliches Suchportal für Fahrschüler ist nach den bekannten Informationen nicht vorgesehen.

Muss ich als Fahrschüler etwas tun?

Nein. Die Pflicht trifft die Fahrschulen. Sie profitieren, weil Preise besser vergleichbar werden.

Fazit

Das Transparenzregister soll Preise und Erfolgsquoten von Fahrschulen sichtbar und vergleichbar machen. Noch ist die Reform nicht beschlossen, und Termine können sich verschieben. Fahrschüler sollten schon heute Preise vergleichen und immer den Gesamtpreis betrachten. Fahrschulen tun gut daran, ihre Preise jetzt zu ordnen.

Stand: Oktober 2026. Quellen: Bundesverkehrsministerium (Pressemitteilung zum Kabinettsbeschluss), Bundesrat Drucksachen 330/26 und 365/26, Wettbewerbszentrale, Fahrschul Copilot.