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Klasse D

Die Klasse D ist der große Busführerschein. Sie berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen zur Personenbeförderung mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz, also zum Beispiel von Linienbussen, Reisebussen und Gelenkbussen. Hinzu kommt die Berechtigung, Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 750 kg mitzuführen. Der Busführerschein ist Grundlage für Berufe im öffentlichen Nahverkehr, im Reiseverkehr und im Schulbusverkehr. Der folgende Beitrag erklärt Voraussetzungen, Ausbildung, Qualifikation und Gültigkeit.

Welche Fahrzeuge fallen unter die Klasse D?

Die Klasse D umfasst alle Kraftomnibusse mit mehr als 8 Sitzplätzen, unabhängig von Länge und Gewicht. Dazu gehören:

  • Linienbusse im Stadt- und Überlandverkehr
  • Reisebusse und Fernbusse
  • Gelenkbusse und Doppeldecker
  • Schul- und Werksbusse
  • Oldtimer- und Sonderbusse

Die Klasse D schließt die Klasse D1 ein. Für schwere Anhänger über 750 kg ist zusätzlich die Klasse DE erforderlich.

Mindestalter und Voraussetzungen

Das Mindestalter für die Klasse D beträgt in der Regel 24 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein früherer Erwerb möglich: ab 23 Jahren nach der beschleunigten Grundqualifikation, ab 21 Jahren nach der regulären Grundqualifikation oder im Linienverkehr auf Strecken bis 50 km und ab 20 Jahren im Rahmen einer Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer. Im Linienverkehr bis 50 km Strecke kann nach einer solchen Ausbildung auch schon ab 18 Jahren gefahren werden. Welche Ausnahme im Einzelfall gilt, regelt die Fahrerlaubnis-Verordnung und beantwortet die Führerscheinstelle. Daneben sind erforderlich:

  • Besitz der Fahrerlaubnis Klasse B
  • Sehtest und ärztliches Gutachten zur Eignung für die Personenbeförderung
  • Erste-Hilfe-Nachweis
  • Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde mit biometrischem Passbild

Ausbildung und Prüfung

Die Ausbildung erfolgt in einer Fahrschule mit Berechtigung für die Klasse D. Die Theorie umfasst Grundstoff und klassenspezifischen Zusatzstoff, etwa Fahrgastsicherheit, Fahrzeugtechnik, Bremssysteme, Verhalten bei Unfällen und Pannen sowie Lenk- und Ruhezeiten. In der Praxis werden Grundfahraufgaben, Fahrten im Stadtverkehr, auf Landstraßen und Autobahnen sowie Übungsfahrten bei Dunkelheit trainiert. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil mit Abfahrtkontrolle, Fahrzeugtechnik und Fahrt im Straßenverkehr. Die Pflichtstunden sind in der Fahrschüler-Ausbildungsordnung festgelegt.

Berufskraftfahrerqualifikation

Wer gewerblich Fahrgäste im Bus befördert, benötigt zusätzlich die Qualifikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Sie umfasst Grundqualifikation und regelmäßige Weiterbildung und wird im Führerschein mit der Schlüsselzahl 95 nachgewiesen. Hinzu kommen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sowie zur Nutzung des digitalen Fahrtenschreibers. Die Qualifikation ist nach festen Fristen zu erneuern, die Einzelheiten nennt die zuständige Behörde.

Gültigkeit und Kosten

Die Klasse D wird befristet erteilt, üblicherweise für 5 Jahre, und kann bei Nachweis der Eignung verlängert werden. Die Kosten der Ausbildung hängen von Region, Fahrschule und Lernfortschritt ab. Hinzu kommen Gebühren für Prüfungen und Behörde. Preise sollten schriftlich bei mehreren Anbietern erfragt werden. Bei beruflicher Nutzung kommen Kostenübernahme durch Arbeitgeber oder eine Förderung über die Agentur für Arbeit in Betracht.

Besonderheiten im Straßenverkehr

Für Kraftomnibusse gelten eigene Regeln. Auf Autobahnen sind unter bestimmten technischen Voraussetzungen höhere Geschwindigkeiten als für andere Fahrzeuge dieser Gewichtsklasse zulässig, ansonsten gilt die niedrigere Grenze. Fahrgäste auf Sitzplätzen mit Gurt unterliegen der Gurtpflicht, und der Fahrer ist für die Beachtung in Reisebussen mitverantwortlich. Hinzu kommen Regeln zur Mitnahme von Stehplätzen im Linienverkehr, zu Haltestellen und zur Sicherung von Rollstühlen. Wichtig sind außerdem regelmäßige Hauptuntersuchungen, die bei Bussen in kürzeren Abständen anfallen als bei Pkw.

Verstöße im Berufsalltag, etwa gegen Lenk- und Ruhezeiten, werden mit Bußgeld geahndet und können Auswirkungen auf Punkte im Fahreignungsregister haben.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist die Klasse D möglich?

In der Regel ab 24 Jahren. Ausnahmen für frühere Altersstufen bestehen bei bestimmten Ausbildungen und im Linienverkehr mit begrenzter Streckenlänge.

Ist die Klasse D1 in der Klasse D enthalten?

Ja, die Klasse D schließt D1 ein.

Welche Qualifikation wird zusätzlich im Beruf benötigt?

Im gewerblichen Personenverkehr ist die Berufskraftfahrerqualifikation mit Schlüsselzahl 95 erforderlich.

Dürfen mit Klasse D Anhänger gezogen werden?

Nur bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse. Für schwerere Anhänger gilt die Klasse DE.

Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung. Fahrschulen mit Ausbildung für Bus-Klassen lassen sich im Verzeichnis finden: Fahrschulen in der Nähe finden. Eine Übersicht aller Klassen bietet die Seite Bus-Führerscheine.

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