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Fahrverbote

Ein Fahrverbot untersagt für einen befristeten Zeitraum das Führen von Kraftfahrzeugen, ohne die Fahrerlaubnis zu entziehen. Es wird als Nebenfolge bei Verkehrsverstößen verhängt und ist vom Führerscheinentzug klar zu unterscheiden. Diese Übersicht erklärt die Grundlagen und führt zu den vertiefenden Unterseiten.

Was ein Fahrverbot bedeutet

Nach dem Straßenverkehrsgesetz dauert ein Fahrverbot ein bis drei Monate. Während dieser Zeit darf kein Kraftfahrzeug geführt werden. Der Führerschein wird in amtliche Verwahrung gegeben und nach Ablauf zurückgegeben. Die Fahrerlaubnis bleibt bestehen, eine neue Prüfung ist nicht nötig. Bei Straftaten kann das Gericht ein Fahrverbot von bis zu sechs Monaten anordnen.

Die Unterseiten im Überblick

Fahrverbot und Führerscheinentzug im Vergleich

Beim Fahrverbot bleibt die Fahrerlaubnis erhalten, beim Entzug erlischt sie. Das Fahrverbot ist zeitlich auf bis zu drei Monate begrenzt, beim Entzug gilt eine Sperrfrist. Mehr dazu auf der Seite Führerscheinentzug. Bei Verstößen in der Probezeit gelten zusätzliche Folgen, siehe Fahrverbot in der Probezeit.

Wann das Fahrverbot wirksam wird

Ein Fahrverbot aus einem Bußgeldbescheid wird grundsätzlich mit der Rechtskraft der Entscheidung wirksam. Nach § 25 Abs. 2a StVG gilt eine Besonderheit: Wurde in den zwei Jahren vor der Tat kein Fahrverbot verhängt und folgt bis zur Entscheidung auch kein weiteres, beginnt das Verbot erst, wenn der Führerschein abgegeben wird, spätestens aber nach Ablauf von vier Monaten ab Rechtskraft. Diese sogenannte Viermonatsfrist ermöglicht, die Zeit ohne Fahrerlaubnis zu planen, etwa in den Urlaub zu legen. Bei Fahrverboten, die ein Gericht wegen einer Straftat verhängt, gilt die Frist nicht.

Pflichten und Folgen während des Fahrverbots

Während des Fahrverbots darf kein Kraftfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr geführt werden, auch nicht ein Fahrzeug einer anderen Klasse. Wer dennoch fährt, macht sich nach § 21 StVG strafbar. Radfahren und das Fahren ohne Motorkraft sind vom Fahrverbot nicht betroffen. Die Verwahrung des Führerscheins endet mit Ablauf der Frist, der Führerschein wird dann von der Behörde oder dem Gericht zurückgesandt. Die Einzelheiten zur Abgabe erklärt die Seite Abgabe des Führerscheins.

Fahrverbot und Probezeit

Für Fahranfänger bringt ein Fahrverbot zusätzliche Folgen mit sich. Schwere Verstöße in der Probezeit führen in der Regel zur Anordnung eines Aufbauseminars und zur Verlängerung der Probezeit. Hinweise dazu bietet die Übersicht Probezeit.

Häufige Fragen

Wie lange kann ein Fahrverbot dauern?

Nach dem Straßenverkehrsgesetz ein bis drei Monate. Bei Straftaten kann ein Gericht bis zu sechs Monate anordnen.

Gilt das Fahrverbot für alle Fahrzeuge?

Grundsätzlich gilt es für alle Kraftfahrzeuge. Fahrräder ohne Motor sind nicht betroffen.

Bekommt ein Fahrverbot Punkte?

Verstöße, die ein Fahrverbot nach sich ziehen, werden meist mit Punkten im Fahreignungsregister bewertet. Mehr dazu auf der Seite Punktesystem.

Wird das Fahrverbot auf die Punkte angerechnet?

Das Fahrverbot ist eine eigene Nebenfolge. Die Punkte im Fahreignungsregister richten sich nach dem jeweiligen Verstoß und werden unabhängig vom Fahrverbot eingetragen.

Dürfen Berufskraftfahrer während des Fahrverbots weiterarbeiten?

Das Fahrverbot gilt für alle Kraftfahrzeuge. Arbeitsrechtliche Folgen hängen vom Arbeitsvertrag ab, hier hilft eine rechtliche Beratung.

Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Ausbildungsbetriebe sind im Verzeichnis zu finden: Fahrschulen in der Nähe finden.

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