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Fahren im Ausland

Wer mit dem eigenen Auto ins Ausland fährt, sollte die geltenden Regeln des Ziellandes kennen. Innerhalb der Europäischen Union gibt es viele Gemeinsamkeiten, doch Tempolimits, Promillegrenzen, Maut und Ausrüstungspflichten unterscheiden sich deutlich. Dieser Überblick fasst die wichtigsten Punkte für Urlaubs- und Dienstreisen zusammen. Häufig gesuchte Themen sind Führerschein im Ausland, internationaler Führerschein und Maut oder Vignette.

Führerschein und Papiere

Ein deutscher Führerschein im Kartenformat wird in allen EU- und EWR-Staaten anerkannt. Mitzuführen sind außerdem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und Personalausweis oder Reisepass. In einigen Ländern außerhalb der EU kann zusätzlich ein internationaler Führerschein erforderlich sein. Er wird von der örtlichen Fahrerlaubnisbehörde ausgestellt und gilt nur zusammen mit dem nationalen Führerschein. Welche Papiere ein Land verlangt, geben das Auswärtige Amt und die Automobilclubs an. Eine Grüne Karte als Versicherungsnachweis ist in der EU nicht verpflichtend, in manchen Nicht-EU-Staaten dagegen schon.

Verkehrsregeln und Ausrüstung

  • Geschwindigkeit: Innerorts, auf Landstraßen und Autobahnen gelten je nach Land unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten.
  • Promillegrenze: In vielen Ländern liegt sie niedriger als in Deutschland, teils bei 0,2 Promille, in einzelnen Staaten bei 0,0 Promille.
  • Licht: In einigen Ländern ist Abblendlicht auch am Tag Pflicht.
  • Warnweste, Warndreieck, Verbandkasten: Die Ausstattung ist je nach Land vorgeschrieben, teils sind Warnwesten auch für Fahrer Pflicht.
  • Reifen: Winterreifen- oder Schneekettenpflichten variieren, vor allem in Gebirgsregionen.

Wer Auto und Anhänger fährt, sollte zusätzlich die Regeln für Gespanne prüfen. Hinweise zur Wartung vor langen Fahrten finden sich auf der Seite Regelmäßige Checks.

Maut, Vignette und Umweltzonen

In vielen europäischen Ländern ist die Nutzung von Autobahnen kostenpflichtig, entweder über eine Vignette, etwa in Österreich und der Schweiz, oder über streckenabhängige Mautgebühren, etwa in Frankreich und Italien. In zahlreichen Städten gibt es Umweltzonen oder Zufahrtsbeschränkungen mit eigenen Plaketten oder Anmeldepflichten. Vorab sollten die aktuellen Bedingungen auf den offiziellen Seiten der Länder oder bei Automobilclubs nachgelesen werden.

Bußgelder und Verstöße im Ausland

Verkehrsverstöße im Ausland werden nach dem dortigen Recht geahndet. Innerhalb der EU können Geldbußen grenzüberschreitend vollstreckt werden. Informationen zu Fahrverbot und Punkten finden sich in den Beiträgen zu Verstößen und Fahrverboten. Verstöße im Ausland werden in Deutschland nicht automatisch im Fahreignungsregister mit Punkten erfasst. Schwere Verstöße können aber auch hier Folgen haben.

Unfall, Panne und Versicherung

Im Schadensfall hilft der Europäische Unfallbericht, den es in vielen Sprachen gibt. Die Kfz-Haftpflicht gilt in der EU grundsätzlich auch im Ausland. Sinnvoll sein kann ein Auslandsschutzbrief, den Automobilclubs und Versicherungen anbieten und der Pannenhilfe und Rücktransport einschließen kann. Details zur Absicherung stehen auf der Seite zur Tipps rund ums Autofahren.

Häufige Fragen

Wird der deutsche Führerschein im EU-Ausland akzeptiert?

Ja, in allen EU- und EWR-Staaten. Außerhalb davon hängt es vom Land ab.

Ist ein internationaler Führerschein nötig?

Nur in bestimmten Ländern. Die Auskunft gibt das Auswärtige Amt oder die zuständige Behörde.

Gilt die deutsche Promillegrenze im Ausland?

Nein. Maßgeblich sind die Regeln des jeweiligen Landes, die oft strenger sind.

Was ist bei Mietwagen zu beachten?

Vor der Fahrt sollten Versicherungsumfang, Selbstbeteiligung und Verkehrsregeln des Landes geprüft werden.

Alle Angaben sind allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechtsberatung. Auch vor einer Auslandsfahrt kann eine Fahrschule bei Fragen zu Verkehrsregeln helfen: Fahrschulen in der Nähe finden.

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