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Regelmäßige Checks

Ein Auto bleibt nur dann sicher und zuverlässig, wenn es regelmäßig kontrolliert wird. Viele Pannen und Mängel lassen sich durch einfache Checks vermeiden, vom Reifendruck bis zur Hauptuntersuchung. Die Kontrolle der wichtigsten Punkte dauert nur wenige Minuten und schützt vor Ausfällen, Bußgeldern und unnötigen Kosten. Dieser Überblick nennt die regelmäßigen Checks, ihre Intervalle und die gesetzlichen Mindestanforderungen.

Reifen: Druck, Profil und Alter

Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße. Der Reifendruck sollte mindestens einmal im Monat sowie vor langen Fahrten bei kalten Reifen kontrolliert werden. Die empfohlenen Werte stehen in der Bedienungsanleitung, an der Tankklappe oder an der Fahrertür. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter. Experten empfehlen, Sommerreifen bei etwa 3 Millimetern und Winterreifen bei etwa 4 Millimetern zu ersetzen, da Bremsweg und Aquaplaning-Neigung sonst zunehmen. Schäden wie Risse, Beulen oder Fremdkörper sind sofort zu prüfen. Das Reifenalter lässt sich an der DOT-Nummer ablesen. Bei winterlichen Verhältnissen gilt eine situative Winterreifenpflicht, geeignet sind Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke).

Flüssigkeiten und Motor

  • Motoröl: Ölstand regelmäßig bei kaltem Motor auf ebener Fläche prüfen und gegebenenfalls nachfüllen.
  • Kühlmittel: Stand im Ausgleichsbehälter kontrollieren, nie bei heißem Motor öffnen.
  • Bremsflüssigkeit: Stand beobachten und nach Herstellerangabe wechseln lassen, da sie Feuchtigkeit aufnimmt.
  • Scheibenwaschwasser: Mit Frostschutz im Winter auffüllen.
  • Batterie: Im Winter besonders belastet, bei Startproblemen prüfen lassen.

Beleuchtung und Sicht

Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Bremslichter, Rückfahrlicht und Nebelschlussleuchte müssen funktionieren. Defekte Lampen sind umgehend zu ersetzen, Ersatzlampen gehören im Fahrzeug zur sinnvollen Ausstattung. Scheibenwischer sollten nicht schmieren oder streifen und werden bei Verschleiß getauscht. Auch Scheiben, Spiegel und Lichter sind sauber zu halten. Ein Steinschlag in der Frontscheibe sollte frühzeitig repariert werden.

Sicherheitsausstattung im Fahrzeug

Im Auto müssen ein Warndreieck, ein Verbandkasten und eine Warnweste mitgeführt werden. Der Verbandkasten hat ein Verfallsdatum, das in regelmäßigen Abständen zu prüfen ist. Ersatzrad oder Reparaturset sowie Bordwerkzeug erleichtern Pannenhilfe. Eine Taschenlampe und ein Starthilfekabel sind nützliche Ergänzungen. Die Funktion von Gurten und Kindersitzen ist ebenfalls zu kontrollieren.

Inspektion und Hauptuntersuchung

Die Inspektion nach Herstellervorgabe ist keine gesetzliche Pflicht, erhält jedoch Garantieansprüche und den Wiederverkaufswert. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Hauptuntersuchung, die bei Pkw nach der Erstzulassung nach 36 Monaten und dann alle 24 Monate fällig ist (siehe Hauptuntersuchung). Wer vorher Reifen, Licht und Flüssigkeiten prüft, vermeidet Beanstandungen. Für Wartungsnachweise empfiehlt sich ein geführtes Serviceheft (siehe Fahrzeugpapiere).

Check vor langen Fahrten und Saisonwechsel

Vor Urlaubsfahrten sollten Reifen, Ölstand, Beleuchtung und Gepäckbeladung geprüft werden. Zum Saisonwechsel steht der Wechsel auf Winter- oder Sommerreifen an, ebenso die Kontrolle von Frostschutz, Batterie und Wischern. Wer im Ausland unterwegs ist, informiert sich über Ausrüstungspflichten (siehe Fahren im Ausland). Der ökologische Nutzen gut gewarteter Fahrzeuge zeigt sich im geringeren Verbrauch (siehe Ökologisch fahren).

Checkliste für den Alltag

Eine feste Routine macht die Kontrolle leicht. Einmal im Monat genügt ein Rundgang um das Fahrzeug: Reifen auf Beschädigungen ansehen, Beleuchtung bei laufendem Motor durchprobieren und unter der Motorhaube die Flüssigkeitsstände prüfen. Dabei fallen Auffälligkeiten wie Ölflecken unter dem Fahrzeug, ungewöhnliche Geräusche oder Warnleuchten im Cockpit früh auf. Leuchtet eine rote Warnlampe, sollte das Fahrzeug sicher angehalten und die Ursache geklärt werden. Gelbe Hinweise erfordern zeitnahe Kontrolle in der Werkstatt. Diese Gewohnheiten senken das Risiko von Pannen und sorgen für sicheres Fahren.

Häufige Fragen

Wie oft sollte der Reifendruck geprüft werden?

Mindestens monatlich und vor längeren Fahrten, bei beladenem Fahrzeug mit dem dafür angegebenen Wert.

Wie hoch muss das Reifenprofil sein?

Gesetzlich mindestens 1,6 Millimeter. Für Sicherheit werden mehr Millimeter empfohlen.

Ist eine Inspektion Pflicht?

Nein, sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber für Garantie und Werterhalt sinnvoll. Pflicht ist die Hauptuntersuchung.

Was gehört in den Verbandkasten?

Der Inhalt richtet sich nach der Norm DIN 13164. Das Haltbarkeitsdatum einzelner Teile ist zu beachten.

Weitere Hinweise zu Auto und Verkehr sind unter Tipps rund ums Autofahren gesammelt. Zur Fahrausbildung: Fahrschulen in der Nähe finden.

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